Wir stehen als Menschen immer wieder vor sehr wiegenden Fragen wie „Was hat das alles (noch) für einen Sinn?“ Aber es gibt auch einfache Fragestellungen wie „Warum ich sonntags in die Kirche gehen und den Herrn um Gnade anflehen soll“, wo doch schon durch reine Beobachtung zu erkennen ist, das Gebete und Bitten in der Regel vom Himmel nicht beantwortet oder gewährt werden. In nahezu allen Religionen der Welt sind Gebete und Fürbitten Gang und Gebe, und in den seltenen Fälle, wo selbige tatsächlich auch eingetreten sein sollen, könnten es auch zufällige Treffer gewesen sein, so etwas wie ein Lottogewinn, unwahrscheinlich zwar, aber nicht unmöglich und sicherlich nicht bewusst planbar.
Die Schwierigkeit, Mensch zu sein weiterlesenGedankensplitter, Teil 01
Hier in diesem Artikel und unter dieser Überschrift finden sich in unzusammenhängender Form Gedankensplitter zusammen, die zu kommunizieren oder zu veröffentlichen in einem Artikel nicht genügend Tiefe und Umfang besitzen und die mir so in den Kopf schießen, einfach, weil ich jemand getroffen, mit jemand geplaudert, etwas gelesen oder mit etwas konfrontiert wurde, ohne das sich daraus einschneidende Wirkungen für mich ergeben haben. Ich beschäftigte mich nur eine Weile mit diesen Gedanken, ohne Entscheidungen fällen, Maßnahmen einzurichten oder mein Lebensgefüge beeinträchtigt zu sehen. Sie bringen nur zusätzliche Klarheit in mein Denken, weil sie mich nötigen, bisher Unausgesprochenes in Worte zu fassen. Es sind einfach nur in sich abgeschlossene Gedankengänge ohne größeres Wirkpotential für meine Zukunft und Gegenwart.
Da es viele dieser kleinen Gedankengebäude gibt, die durchaus Stoff für eine Weitergabe haben, werde ich hier künftig jeweils so vier bis sechs Beschreibungen unter dem Motto „Gedankensplitter“ – bekommt eine eigene Kategorie – einstellen.
Innerer Widerstand, ritueller Raum, Funktionalität und Entspannung
In meiner Weltanschauung ist eine wichtige Beobachtung, das viele Räume der modernen Lebensgestaltung 1 mit Stress einhergehen und dieser Stress hauptsächlich und massiv mit einem kulturell erzeugten inneren Widerstand verbunden bzw. verursacht wird. Dieser innere Widerstand kommt nicht von außen auf den Menschen zu, sondern ist ein selbstgemachtes eigenes Verhalten, das zwar normal sprich üblich zu sein scheint, aber doch immer noch als gestaltbar verbleibt, da es sich um eine geistige Erscheinung handelt.
Innerer Widerstand, ritueller Raum, Funktionalität und Entspannung weiterlesen- Arbeit, Freizeit, Spiritualität, Familie, Versorgung ↩
Was stimmt nicht mit unserer Gesellschaft?
Was stimmt nicht mit unserer Gesellschaft?
Haben Sie die Frage der Überschrift jemals ernsthaft gestellt? Ist Ihre Antwort: Ja? Schon? Aber ich habe nicht soviel Zeit, mich zu informieren oder selbst nachzuforschen. Außerdem ist dieses Thema doch zutiefst frustrierend und würde meine Arbeit-Leben-Ausgewogenheit (Work-Life-Balance) in Unordnung bringen. Oder wäre sie sogar so zu formulieren: Ich verstehe die Zusammenhänge einer Gesellschaft eigentlich nicht. Ich wurstele mich daher einfach so durch, versuche nicht unangenehm aufzufallen und begnüge mich darauf, meine Wahlzettel auszufüllen und meine Steuern zu bezahlen? Das, so würde ich urteilen, wenn ich eine Antwort geben müsste, wären zumindest ehrliche Antworten, die durchaus eine vernünftige Grundlage aufweisen. Bisher blieb mir eine solche Antwort erspart. Unvernünftig allerdings wäre es meiner Ansicht nach, die oben genannte Frage gar nicht gestellt oder deren Inhalt vielleicht sogar noch nicht einmal bemerkt zu haben.
Was stimmt nicht mit unserer Gesellschaft? weiterlesenHass, Phobien, Sittengewalt und Abneigungen allerorten
In den letzten Tagen und Wochen wurde ich des öfteren mal gefragt, was ich denn von der ganzen Sache mit der Weltlage, Trump, Putin, Israel, China, Iran, Ukraine, den damit verbundenen Kriegen und Krisenherden und den Hintergründen dazu halte. Nun kann oder könnte ich darauf durchaus ausweichende oder standardisierte Antworten geben, denn es gibt sie zuhauf, diese vorgegebenen und vorgesetzten Sichtweisen, die sich immerzu wiederholende Merksätze enthalten. Alle Medien der ganzen Welt verbreiten diese Tag für Tag ohne Sinn und Verstand. Sie sind aber perspektivisch ausgerichtet und können daher nicht dazu dienen, die Wirklichkeit zu erkennen oder auch nur etwas Konsens oder gar Frieden herzustellen.
Hass, Phobien, Sittengewalt und Abneigungen allerorten weiterlesenHaben Sie Angst vor der Zukunft?
Ich wiederhole die Frage: Haben sie Angst vor der Zukunft, also vor dem, was am nächsten Morgen, in der nächsten Woche, im nächsten Monat oder nächsten Jahr passieren könnte? Das ist irreal, denn die Zukunft, egal wie lange sie vorausgesehen wird, ist unbestimmt und vollkommen offen. Das heißt nichts anderes, das es diese sogenannte Zukunft nicht gibt. In Wirklichkeit haben wir keine Angst vor einer wie immer gearteten Zukunft, das ist ein Phantasiegebilde, meint die Philosophie, sondern vor den unabsehbaren Folgen unserer eigenen Handlungen, vor den Handlungen der vielen anderen Menschen, die wir weder kontrollieren noch voraus sehen können und einer natürlichen Neigung unseres Planeten, unvorhersehbare Veränderungen in der Oberflächengestaltung und seiner Biosphäre zuzulassen.
Haben Sie Angst vor der Zukunft? weiterlesenReflexionen über Autobiographisches
Ich will über das Wissen und Denken schreiben, das mich prägt. Dazu gehört die Rolle des Einzelgängers, der ich nie sein wollte und die mir sozusagen aufgezwungen wurde. Diese Entwicklung ist im Exkurs Mobbing, Bossing und Einzelgängertum autobiographisch am Anfang schon beschrieben. Familie, Ausbildung, Arbeitswelt und Freundeskreise sind die prägenden Motive der Seins-Ausrichtung heute. In Vergessenheit geraten zunehmend die Glaubensfragen der Religion, in die hineingeboren des Menschen Los ist als auch die gesellschaftlichen Ausrichtungen, die mit den Stichworten Gesinnung und Ideologie beschrieben und zusammenfassend als Weltsicht gelesen werden können.
Reflexionen über Autobiographisches weiterlesenUnwissen und dessen Bezug zu Freiheit
Wenn wir heute die Zeitungen und Medien aufschlagen werden wir immer mehr damit konfrontiert, das Viele meinen, das alleinige Wissen über richtig und falsch zu besitzen. Dabei ist unser Wissensstand auch heute noch derart eng gestrickt, das man sich wundern muss, warum unser Lebensgefüge noch immer einigermaßen funktioniert. Erinnern Sie sich beispielsweise noch an das Wort „alternativlos“? Keine von Menschen in Bezug zur Politik getroffene Entscheidung ist alternativlos. Politik ist kein feststehendes Subjekt mit einem absoluten Geltungsrahmen. Auch wenn ich zur Zeit keine weitere Möglichkeit sehen würde, weiß ich doch nicht, ob sich schon morgen andere Möglichkeiten auftun. Und so verhält es sich auch in vielen Teilen der Wissenschaften und des gesicherten Wissens.
Unwissen und dessen Bezug zu Freiheit weiterlesenEine EINSICHT fürs 70te Lebensjahr
An einen Wochenende des Allein-Seins, meine Partnerin war am Wochenende nicht zu Hause, bemerkte ich zum ich weiß nicht zum wievielten Mal schon, aber selten so deutlich, das das Leben, so wie ich es führte und es gewohnt war zu leben, nicht so ausgeglichen und frei war, wie ich es mir dachte. 1 Und das hatte wohl mit der Gewohnheit zu tun, feste immer wiederkehrende Tätigkeiten auszuführen.
Eine EINSICHT fürs 70te Lebensjahr weiterlesen- Für die, die mich nicht kennen: Ich vollende gerade das sechste Jahr meiner Verrentung, habe gerade mein 70. Lebensjahr angefangen und verfüge über ein ausreichendes (?) bedingungsloses Einkommen namens Rente, für das ich 50 Jahre lang eingezahlt habe. ↩
Ruhestand und Erinnerung
Da ich selbst mich im Rentenalter befinde, in der Gesellschaft meist recht unauffällig agiere und, zumindest glaube ich das von mir so zu wissen, keine Störungsmerkmale abstrahle, hilft mir das leider nicht bei meinen jetzigen Problemfeld, das sich mit der schlichten einfachen Tatsache beschäftigt, das ich jetzt nicht mehr arbeiten muss, ich ein leistungsfreies Einkommen beziehe (Rente), mit 68 Jahren meine statistische Lebenserwartung noch 10 Jahre beträgt und mir daher so einiges an Identifikationsobjekten wegbricht, an die ich gewöhnt war und über das meine Mitmenschen überwiegend und gerne zu reden pflegen.
Ruhestand und Erinnerung weiterlesenDas Ringen um Freiheit
Das wir in der europäischen Kultur um ein Gut ringen, das wir salopp „Freiheit“ nennen, ist allgemeines Wissensgut und anerkannt. Wissen wir aber auch, was Freiheit eigentlich bedeutet? Ich denke: Nein. Beginnen wir daher einmal damit, was wir heute, 2023, mit dem Begriff der Freiheit verbinden. Da wird jedem, der gefragt würde, zunächst einmal die Staatsform der Demokratie einfallen.
Das Ringen um Freiheit weiterlesenHaben wir verlernt zu sein?
Haben wir Menschen verlernt zu sein? Immer wenn ich in meinem Garten stehe und unseren fliegenden Mitbewohnern der Welt zusehe, die hier gerade ihren Nachwuchs aufziehen und alle Schnäbel voll zu tun haben, habe ich im hintersten Teil meines Kopfes mein eigenes „In der Welt sein“ im Kopf und ziehe Vergleiche. Und da ich seit meinem Ruhestand sehr viel mehr Zeit zur Verfügung habe, stehe ich des öfteren mal in meinem Garten und schaue.
Haben wir verlernt zu sein? weiterlesenFugen und Welt
Die Welt scheint aus den Fugen, den Baum dort kümmert es nicht, Die Sonne scheint seit dem Morgen, bis sie am Abend sich verbirgt, und auch die Vögel draußen, feiern ihr Fest, freuen sich auf den Frühling, und bauen schon ihr Nest.
Es gibt Streit in fernen Landen, Streit um Macht und Besitz, und hier weit weg vom Schießen, herrscht Angst und Unbehagen, macht Panik sich breit und alle laufen im Kreis, weil sie fürchten zu verlieren, was sich angehäuft in Jahren.
So sind die Menschen, gestern noch aufgrund von Begierde den Kampf herbei beschwören, und heute, verängstigt und verquollen, sich hinter Mauern verstecken und sich nicht hinaus trauen in die verletzliche Freiheit.
Wir gehen immer denselben Weg, erst Tatendurst und Freiheitswahn, dann gesenkter Blick und Zukunftsangst. Und dazu die Stimmen, die niemals verstummen: Ich habe es gesagt, Ich habe es kommen sehen und die Anderen sind Schuld.
Denken liebe Menschen, ist eine Kunst, und es heißt zu bedenken, das auch die Anderen Denken, Und die Kunst derer ist eben nicht so wie die Unsere. Erlauben wir uns Taten, tun andere das auch.
Auch sie kennen Furcht, auch sie kennen Pein, und sie sehen Dinge, die wir verneinen, und wenn wir nicht verstehen, wie es läuft in der Welt, ist es bald schon zu spät, und dann kommt bereuen.
Wenn Hass und Misstrauen sich dann noch verbreiten, und all das Einflüstern greift, wird uns das bald die Vernunft verleiten. So scheint es zu sein, seit langer Zeit, und so wird es noch sein, wenn der Abgrund schon am Horizont erscheint.
Schade, eigentlich.
HS 11.03.2022
Entbergung
Dem endlosen Murmeln
kurz entsprungen,
erreicht er die Lichtung,
die entbergt und ungesichert
die Wahrheit schauen lässt,
Ihr Name: „Wirklichkeit“.
Die Luft erfüllt
der Duft gebrühten Kaffee‘s.
HpS 02.02.2022
Erläuterungen: Was wäre, wenn das ständige und unaufhörliche Murmeln des Geistes, das ständige Abwägen und Voraussehen, das Nachsinnen und Absichern der Meinung, der Ansicht und dem folgenden Gebaren mal kurz, für einen Augenblick nur, sich auflösen oder in den Hintergrund treten könnte. Würde das Verborgene, das so offensichtlich ist, nicht direkt „vor unseren Füssen“ in Erscheinung treten müssen? Würden wir es sehen können, sehen im Sinne von entbergen 1. Und würde solches Sehen nicht eine Wirklichkeit hervortreten lassen, die so einfach und klar sich darstellt, in der alle Schleier gefallen sind und das wirklich Wichtige hervortritt? Heute war das der Duft von frisch gemahlenem und gebrühten Kaffee, der das Haus durchzog, köstlich duftete und Freude in mir entfachte!
- zeigen, erkennen lassen (was verborgen war) ↩
Grau
Pulsierende Schläfen,
abdunkelnde Gedanken,
nach innen gezogen,
Furchen graben auf der Stirn.
Diese Stimmung,
aus Nichts geboren,
taucht auf im Schein der Sonne,
taucht Welt in düsteres Grau.
Etwas arbeitet,
unbändig und Zorn erfüllt,
besetzt wahllos Ressourcen,
macht Welt schläfrig und leer.
Die Einsamkeit,
sie ruft: zurückziehen,
allein sein,
stehenbleiben.
Es gelingt nicht,
Alltäglichem zu entfliehen,
viele Bindungen,
viele Pflichten.
Und selbst im Gelingen,
wenn innen, außen
zu Harmonie verschmelzen:
es ruft weiter.
Allein in Gesellschaft,
Still im Gefecht der Worte,
Leben ohne Ziel,
Sterben ohne Furcht.
Jetzt,
kein Strom der Zeit,
Hier,
Fluss der Unendlichkeit.
Dann einfach so,
Zeit entsteht,
Raum entsteht,
Endlichkeit.
Eine Bohrmaschine jammert,
Hunger und Durst steigen auf,
Raum und Zeit verlangen eine Pause.
Ich gehe!
HpS / 26.05.99 (I) / 17.09.2021 (ü)
Das gute, richtige und sinnvolle Leben
Die unterschätzte Frage nach dem Sinn
Immer wieder, wenn Besucher mein Büro betreten und sich dort angesichts der 1500 Bücher, die die Wände in Form von Billy-Regalen füllen, dann interessiert nach den Titeln der Werke scannen, die aufgereiht in den Fächern stehen, sehe ich oftmals die Frage auf den Stirnen aufleuchten: Wann und vor allem warum um alles in der Welt liest der dieses Zeug nur? Und obwohl mir diese Frage nicht nur selbst erschien, sondern auch schon aktiv gestellt wurde, kann ich sie nach wie vor nicht beantworten. Irgendwie sind diese Bücher [1. Es handelt sich neben Werken zu Zen, Yoga und anderen Körperaktivitäten um philosophische, psychologische, religiöse und anthropologische Sachbücher.
Das gute, richtige und sinnvolle Leben weiterlesenFragen, Freiheit und Lebensabend
Mich haben seit meiner Jugend viele Fragen beschäftigt, von denen einige zu den grundlegenden Fragen der Philosophie gehören.
Allerdings war meine Ausgestaltung dieser Fragen nicht auf einen theoretischen Ablauf ausgerichtet, sondern meist durchaus praktischer Natur. Trotzdem heißt „praktisch“ nicht immer auch oberflächlich, denn auch Praxis verlangt in letzter Konsequenz gedankliche Tiefe und Gründlichkeit. Über einige dieser Tiefen-Fragen möchte ich jetzt in diesen Zeilen für mich eine Frage beantworten, die seit einiger Zeit mein Denken beherrscht: Was mache ich mit und in meinem Ruhestand, der mit jedem vergangenen Tag immer näher heranrückt. Wo befinde ich mich dann, was wird sein und was wird mich dann noch erfüllen? Das ist die Fragestellung dieser Zeilen.
Fragen, Freiheit und Lebensabend weiterlesenAbschied von Aufklärung und Glauben und… ?
Was mich immer wieder umtreibt, was mich anhalten und nachdenken lässt ist die Frage, warum tun Menschen das, was sie tun? Und ganz besonders stellt sich mir diese Frage, wenn ich mich innerhalb einer Gemeinschaft aufhalte, die ein ganz bestimmtes Hobby eint, die sich zu einer Organisation verbinden, die dem Broterwerb wegen geschaffen wurde oder einer selbigen, die sich zum Wohle und zum Dienst am Menschen, sich an der Natur oder dem Erhalt des Gegebenen, oder an den Antworten auf die Fragen aller Fragen sich versuchen 1.
Abschied von Aufklärung und Glauben und… ? weiterlesen- Wer bin ich? Warum bin ich hier? Was ist nach der Stunde meines Todes? ↩
Gedanken zu Stufen von Hermann Hesse
Das Gedicht Stufen von Hermann Hesse aus dem Glasperlenspiel zeitigt eine Lösung für die Grundfragen des Lebens. Den Text zu verstehen bedeutet, Antworten zu finden, bedeutet Trost und Führung zu finden für ein friedliches und stilles Leben. Der Lauf des Lebens findet darin seinen Abschluss im Abschied von der Einflussnahme. Die Wandlungen laufen dann ohne Reibung, ohne Leiden. So erfüllt sich ein Leben, erlöst in der Aufgabe.
Gedanken zu Stufen von Hermann Hesse weiterlesenWir haben die Wahl, manchmal…
Ich habe gewählt, und die Entscheidung zu gehen, nach Neuem zu suchen, war bestimmt nicht einfach, war bestimmt nicht leicht, und sie hat Kraft gekostet. Heute glaube ich zwar zu wissen, dass ich gar keine Wahl getroffen habe, denn es gab in Wirklichkeit keine Alternative als diese, als mich so zu entscheiden, aber damals war ich mir so sicher nicht, und der Zweifel fraß an meiner Selbstsicherheit wie der Rost an meinem Auto. Letztlich war es mein Stolz, eine an sich negativ besetzte Eigenschaft, die mich vorwärts drängte, die zu mir sagte: Du kannst hier nicht bleiben, du doch nicht…!. Ich bin heute sehr dankbar für diese Hilfe, und mein Verhältnis zu dieser Stolzheit hat sich deutlich gewandelt. Es ist oftmals gut, negative Eigenschaften zu besitzen, denn wo das Negative sich befindet, ist auch das Positive meist nicht weit. Und heute gehe ich denn diesen Weg ins Neue, von dem ich schon zu Beginn ahnte, ja fürchtete, dass er so einfach nicht sein würde. Meine Befürchtungen wurden weit übertroffen.

