Grau

Pulsierende Schläfen,
abdunkelnde Gedanken,
nach innen gezogen,
Furchen graben auf der Stirn.

Diese Stimmung,
aus Nichts geboren,
taucht auf im Schein der Sonne,
taucht Welt in düsteres Grau.

Etwas arbeitet,
unbändig und Zorn erfüllt,
besetzt wahllos Ressourcen,
macht Welt schläfrig und leer.

Die Einsamkeit,
sie ruft: zurückziehen,
allein sein,
stehenbleiben.

Es gelingt nicht,
Alltäglichem zu entfliehen,
viele Bindungen,
viele Pflichten.

Und selbst im Gelingen,
wenn innen, außen
zu Harmonie verschmelzen:
es ruft weiter.

Allein in Gesellschaft,
Still im Gefecht der Worte,
Leben ohne Ziel,
Sterben ohne Furcht.

Jetzt,
kein Strom der Zeit,
Hier,
Fluss der Unendlichkeit.

Dann einfach so,
Zeit entsteht,
Raum entsteht,
Endlichkeit.

Eine Bohrmaschine jammert,
Hunger und Durst steigen auf,
Raum und Zeit verlangen eine Pause.
Ich gehe!

HpS / 26.05.99 (I) / 17.09.2021 (ü)

image_pdfimage_print

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.