Ziele der Menschen
Was sind denn eigentlich die wirklichen Ziele der Menschen heute, und das in weltweiter Perspektive? In den überwiegenden Fällen geht es doch wohl nur noch um „Haben wollen“ und „Sein können“. Das hat allerdings wesentliche wirtschaftliche Auswirkungen. Nach vorsichtigen Schätzungen verbrauchen die 50 Staaten des Westens zur Erfüllung ihres Traumes etwa 40% der weltweiten Ressourcen. China und Indien mit jeweils 1,4 Mrd. Menschen streben in die gleichen Verbrauchsgrößen. Zusammengenommen verbrauchen diese drei Menschengruppen allein schon 120% der weltweiten Ressourcen. Und wovon leben die anderen 4 Mrd. Menschen? Wenn diese ebenfalls so frei und reich leben wollen sind weitere 120% notwendig. 240% aber sind etwas mehr als da ist und verbraucht werden kann. Das Ergebnis sehen wir im Kleinen auf den Osterinseln: Irgendwann ist der letzte Baum gefällt und ein Leben ist nicht mehr möglich. Nun können wir dafür folgende Lösungen anbieten: Als Erstes erscheint hier die Reise in den Weltraum, um entweder neue Lebensräume oder weitere Ressourcen zu erschließen. Das ist mit Stand der Technik und Wissenschaft wohl in absehbarer Zeit nicht möglich. Wir haben ja schon Schwierigkeiten, auf unseren Trabanten sprich Mond zu kommen geschweige denn dort Ressourcen abzubauen. Dann könnten wir Zweitens natürlich die Menschheit reduzieren. Das geht mit großen Epidemien, mit Naturkatastrophen oder mit Kriegen. Bei obiger Berechnung also müssten somit deutlich mehr als die Hälfte der Menschheit zum Opfer werden. Das haben aber alle drei Erscheinungen selbst in der Summe bisher noch nie geschafft. Wir bräuchten dazu wesentlich tödlichere Viren, müssten Wetter und geologische Erdkrusten-Veränderungen, Meeresströme und Luftzirkulationen in ihrer Wirksamkeit erweitern und in den Kriegen deutlich wirksamere sprich tödlichere Waffen einsetzen, die allerdings nicht wie die Atombomben die Ressourcen für den Menschen unbrauchbar machen. Alle drei Sparten der Menschenvernichtung werden ja bereits ausgiebig und mit großen Mitteln erforscht und immer mehr verfeinert. Wir könnten Drittens neue Techniken des Recycling, der Nahrungsmittelherstellung und der Energiegewinnung erfinden und damit die Ressourcen so weit erweitern, das die 240% möglich würden. Auch damit befasst sich die Menschheit weltweit bereits ansatzweise, aber die Motive dazu scheinen noch nicht so in der Breite verstanden zu werden, das hier absehbare Erfolge erzielt werden könnten. Eine vierte Möglichkeit würde dadurch möglich, das sich die Menschen in ihrer Gesamtheit entschließen würde, über ein bis zwei Generationen hinweg weniger Nachwuchs in die Welt zu setzen. Dazu gab es in China bereits Versuche, die ziemlich deftig gescheitert sind. Da waren die Rahmenbedingungen, die so etwas verwirklichen könnten, wohl nicht mit den Wünschen der Menschen vereinbar.
Wenn ich mir die Weltlage heute so anschaue, wird es wohl auf die Virenversion oder mehrere große Kriege hinauslaufen. Ich persönlich würde gerne die vierte Möglichkeit bevorzugen. Dafür gäbe es Einsicht oder Reichtum als Motiv, um die Menschen dazu zu gewinnen. Alle reichen Staaten der Erde haben bereits ein Vermehrungsrate von weniger als zwei Kinder pro Frau. Also müssten die armen Staaten der Welt ebenfalls reich werden. Das aber lassen die Ressourcen der Welt nicht zu. Dann könnten natürlich auch die reichen Staaten arm werden, aber das würde dann Reichtum als Motiv ausschließen. Verbleibt also nur die Einsicht als Motiv. Aber da sehe ich noch nicht einmal ansatzweise einen Anfang, im Gegenteil, wir scheinen uns diesbezüglich eher zurückzuentwickeln. Was bliebe also zu tun? Ich weiß es nicht.

