Abschied von Aufklärung und Glauben und… ?

Es heißt im Zen und den Beschreibungen der Meditation in dieser Tradition, das Freude und Gelassenheit nicht gesucht werden können. Sie werden gefunden, wenn die Suche nach ihnen endet. Darum macht der Meditierende sich leer und geht seinen Weg ohne Ziel und Anspruch. Die Aufgabe erscheint schwierig. Ohne mit Suchen zu Beginnen wird der Weg nicht beschritten. Mit Suchen aber können sie nicht gefunden werden. Den Weg gehen ohne zu Suchen erscheint wie Ohne-Zu-Zielen mit Bogen und Pfeil das unbekannte Zentrum treffen zu wollen. Und doch wird diese Aufgabe durch aufgeben gelöst.? Erreichen wird, wer vom Festhalten sich löst? Ist also ohne Halt zu sein im Strom der Wandlungen die Grundlage für Freude und Gelassenheit? Ich werden es wohl erkunden müssen, denn gelernt werden kann es wohl nicht. So zumindest sagen es alle in ihrer Tradition stehenden Zen-Lehrer. Ich muss mich wohl mit Haut und Haar dem Ziel verschreiben, das ich aber nicht anstreben kann und festhalten darf, um es nicht zu verfehlen. Und sollte ich es doch erreichen, wie es in Aussicht gestellt ist, werde ich es wohl weder wissen noch es abhaken können, denn es muss jeden Tag, jeden Moment neu erreicht werden, um Bestand zu haben. Und so ist auch die Identifikation mit dem Weg, den ich gehe, dem Wissen um das Erreichen-Können oder schon Erreicht-Haben eine Verfehlung des Ziels. Das sind doch, jeder in Europas aufgeklärter Tradition wird es gut verstehen, recht ansprechende Aussichten. Also gut, dann mache mich mal weiter auf den Weg, jetzt, …

Und was soll das jetzt?

Die Tradition Europas hat es ja doch wohl bei mir nicht geschafft, trotz aller Bemühungen, Anstrengungen und all der Opfer ist mein Befinden mir noch immer dunkel, unklar und mir selbst fremd. Mit heute 65 Jahren und mich im Ruhestand befindend wird die Zeit, die mir noch bleibt, überschaubar. Europas Aufklärungen und Religionen haben es nicht vermocht, mich mit mir selbst in Frieden zu bringen. Sehr groß ist die Auswahl an Alternativen nicht (mehr). Wenn die aufgeklärte Logik versagt hat, das Gegenteil wie die Religionen (Glaube) ebenfalls keinerlei Erfolge vorweisen können, dann bleibt nur, es mit einer anderen Synthese zu versuchen, die beides oder sogar vieles vereint 1. Und was DAS dann in der Verwendung in Gesprächen für einen Namen trägt, bleibt unwichtig und vollkommen gleich gültig? Das ist die Nicht-Beschreibung meines Weges, den ich jetzt mal eingeschlagen habe: Jetzt, hier, disponiert und sonst … (keine Ahnung).

Allein das hier so einfach mal aufschreiben zu dürfen/können beinhaltet schon eine befreiende und deutlich spürbare Freude.

Wohl an denn Herz, nimm Abschied 2 und gesunde 3!

  1. Disponiert-Sein ohne Logik ohne Glaube plus … ist gleich FREIHEIT?
  2. von Aufklärung und Glauben und dem ganzen Gefasel drumherum…
  3. Hermann Hesse, Stufen, aus dem Glasperlenspiel
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7 Kommentare

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