Schlagwortarchiv: Weisheit

Die Schwierigkeit, Mensch zu sein

Wir stehen als Menschen immer wieder vor sehr wiegenden Fragen wie „Was hat das alles (noch) für einen Sinn?“ Aber es gibt auch einfache Fragestellungen wie „Warum ich sonntags in die Kirche gehen und den Herrn um Gnade anflehen soll“, wo doch schon durch reine Beobachtung zu erkennen ist, das Gebete und Bitten in der Regel vom Himmel nicht beantwortet oder gewährt werden. In nahezu allen Religionen der Welt sind Gebete und Fürbitten Gang und Gebe, und in den seltenen Fälle, wo selbige tatsächlich auch eingetreten sein sollen, könnten es auch zufällige Treffer gewesen sein, so etwas wie ein Lottogewinn, unwahrscheinlich zwar, aber nicht unmöglich und sicherlich nicht bewusst planbar.

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Gedankensplitter, Teil 01

Hier in diesem Artikel und unter dieser Überschrift finden sich in unzusammenhängender Form Gedankensplitter zusammen, die zu kommunizieren oder zu veröffentlichen in einem Artikel nicht genügend Tiefe und Umfang besitzen und die mir so in den Kopf schießen, einfach, weil ich jemand getroffen, mit jemand geplaudert, etwas gelesen oder mit etwas konfrontiert wurde, ohne das sich daraus einschneidende Wirkungen für mich ergeben haben. Ich beschäftigte mich nur eine Weile mit diesen Gedanken, ohne Entscheidungen fällen, Maßnahmen einzurichten oder mein Lebensgefüge beeinträchtigt zu sehen. Sie bringen nur zusätzliche Klarheit in mein Denken, weil sie mich nötigen, bisher Unausgesprochenes in Worte zu fassen. Es sind einfach nur in sich abgeschlossene Gedankengänge ohne größeres Wirkpotential für meine Zukunft und Gegenwart.
Da es viele dieser kleinen Gedankengebäude gibt, die durchaus Stoff für eine Weitergabe haben, werde ich hier künftig jeweils so vier bis sechs Beschreibungen unter dem Motto „Gedankensplitter“ – bekommt eine eigene Kategorie – einstellen.

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Eine EINSICHT fürs 70te Lebensjahr

An einen Wochenende des Allein-Seins, meine Partnerin war am Wochenende nicht zu Hause, bemerkte ich zum ich weiß nicht zum wievielten Mal schon, aber selten so deutlich, das das Leben, so wie ich es führte und es gewohnt war zu leben, nicht so ausgeglichen und frei war, wie ich es mir dachte. 1 Und das hatte wohl mit der Gewohnheit zu tun, feste immer wiederkehrende Tätigkeiten auszuführen.

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  1. Für die, die mich nicht kennen: Ich vollende gerade das sechste Jahr meiner Verrentung, habe gerade mein 70. Lebensjahr angefangen und verfüge über ein ausreichendes (?) bedingungsloses Einkommen namens Rente, für das ich 50 Jahre lang eingezahlt habe. ↩

Das Ringen um Freiheit

Das wir in der europäischen Kultur um ein Gut ringen, das wir salopp „Freiheit“ nennen, ist allgemeines Wissensgut und anerkannt. Wissen wir aber auch, was Freiheit eigentlich bedeutet? Ich denke: Nein. Beginnen wir daher einmal damit, was wir heute, 2023, mit dem Begriff der Freiheit verbinden. Da wird jedem, der gefragt würde, zunächst einmal die Staatsform der Demokratie einfallen.

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Fragen, Freiheit und Lebensabend

Mich haben seit meiner Jugend viele Fragen beschäftigt, von denen einige zu den grundlegenden Fragen der Philosophie gehören.

Allerdings war meine Ausgestaltung dieser Fragen nicht auf einen theoretischen Ablauf ausgerichtet, sondern meist durchaus praktischer Natur. Trotzdem heißt „praktisch“ nicht immer auch oberflächlich, denn auch Praxis verlangt in letzter Konsequenz gedankliche Tiefe und Gründlichkeit. Über einige dieser Tiefen-Fragen möchte ich jetzt in diesen Zeilen für mich eine Frage beantworten, die seit einiger Zeit mein Denken beherrscht: Was mache ich mit und in meinem Ruhestand, der mit jedem vergangenen Tag immer näher heranrückt. Wo befinde ich mich dann, was wird sein und was wird mich dann noch erfüllen? Das ist die Fragestellung dieser Zeilen.

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Vertrauen und Weisheit

Das Ziel eines jeden Lebens ist uns nicht bekannt;
und es ist das Vertrauen in uns,
dass uns in dieser unsicheren Situation nicht verzagen läßt;
und dieses Vertrauen fließt dann aus unserer Mitte,
wenn der Geist bereit ist, still zu sein.
Es ist die Stille, die uns letztlich lebt,
und die unaufhaltsam alle möglichen Wege nutzt,
dieses uns nicht bekannte Ziel zu erreichen.
Dies zu Wissen und nach ihm zu handeln,
dies nenne ich Weisheit.

(HpS 20.08.2003, für einen Freund in Trauer…)