{"id":718,"date":"2023-07-03T12:42:24","date_gmt":"2023-07-03T12:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/hpsperzel.de\/?p=718"},"modified":"2023-07-03T12:42:26","modified_gmt":"2023-07-03T12:42:26","slug":"das-ringen-um-freiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hpsperzel.de\/?p=718","title":{"rendered":"Das Ringen um Freiheit"},"content":{"rendered":"\n<p>Das wir in der europ\u00e4ischen Kultur um ein Gut ringen, das wir salopp \u201eFreiheit\u201c nennen, ist allgemeines Wissensgut und anerkannt. Wissen wir aber auch, was Freiheit eigentlich bedeutet? Ich denke: Nein. Beginnen wir daher einmal damit, was wir heute, 2023, mit dem Begriff der Freiheit verbinden. Da wird jedem, der gefragt w\u00fcrde, zun\u00e4chst einmal die Staatsform der Demokratie einfallen. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dann ginge es weiter mit Besitzrechten, die wir nicht missen m\u00f6chten, ginge weiter mit der Freiheit, eine eigene Meinung besitzen und \u00e4u\u00dfern zu d\u00fcrfen, ginge weiter mit Versammlungsfreiheit, der Einbettung in Schutzsysteme wie zum Beispiel f\u00fcr Gesundheit, gegen Armut und Hunger, gegen Gewalt und Terror, gegen Krieg und Machtwillk\u00fcr, f\u00fcr eine funktionierende Versorgung mit Lebensg\u00fctern, eingebettet in ein gerechtes Justizsystem und zuletzt aber noch nicht abschlie\u00dfend f\u00fcr die freie Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit. Wie schon geschrieben, da k\u00f6nnten noch Seitenweise weitere Rechte und W\u00fcnsche folgen. Und jeder, der sich mit der oben gestellten Frage besch\u00e4ftigt hat, wird dann mehr oder weniger einen Vergleich starten, mit dem er\/sie auszusagen versucht, wie viel davon seiner Meinung nach verwirklicht ist und welcher Staat, welches Volk oder welche gesellschaftlichen Gruppen die noch offenen Motive verwirklicht hat oder dieses ohne Schwierigkeiten k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, genau so w\u00fcrde es wohl ablaufen, denke ich mal. Aber ist das auf diese Weise abgebildet und diskutiert \u00fcberhaupt sinnvoll. Ist es sinnvoll, die Freiheit, also die eine absolute Freiheit in verschiedenste Unterbegriffe aufzuteilen (Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Bildungsfreiheit, Gesinnungsfreiheit usw.), oder wirkt dieses Verfahren nicht schon in zersetzender Weise gegen den Begriff, den ich zu kl\u00e4ren suche? Und ist es der Freiheit zutr\u00e4glich, wenn ich die Freiheit deutscher Gesinnung mit der anderer Kulturen vergleiche und Schl\u00fcsse daraus ziehe? H\u00e4ufig vergleichen wir dabei n\u00e4mlich \u00c4pfel mit M\u00f6hren, beides zwar Lebensmittel, aber auch vollkommen verschieden. War es nicht einmal \u00fcblich, jedem Volk und jeder Kultur die Freiheit zuzugestehen, die dem Interesse einer Weltgemeinschaft nicht direkt widerspricht? Freiheit in China, Amerika, Russland und Deutschland kann doch gar nicht gleich ausgepr\u00e4gt sein, weil diese Nationen jeweils \u00fcber kulturelle Setzungen verf\u00fcgen, die nicht miteinander kompatibel sind. Ist hier im weltweiten Zusammenspiel nicht vielmehr die moderne Toleranz deutlich mehr gefragt, was ja nicht gut, gesittet oder vern\u00fcnftig, sondern zu ertragen, zu erdulden und zu erleiden bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<p>Beginnen wir daher zun\u00e4chst, den Begriff einzugrenzen, und zwar nicht, in dem ich f\u00fcr ihn einen Rahmen setze, sondern ihn betrachte in seiner Einordnung in Gegens\u00e4tze. Was ist also das Gegenteil, der Antagonismus der Freiheit? Nun, \u201eUn-Freiheit\u201c bietet sich an, aber ist kein wirklich guter Begriff, um das umzusetzen. Er f\u00e4llt also aus. Gleiches gilt f\u00fcr die Verneinung mit \u201eNicht-Freiheit\u201c und \u201eAnti-Freiheit\u201c. Um eine Verneinung setzen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir zun\u00e4chst das zu Verneinende genau definieren. Wenn ich also sage, \u201eMenschen in Xyz leben in Unfreiheit\u201c, dann ist das im Grunde eine nichtssagende \u00c4u\u00dferung. Wenn wir so vorbereitet durch die Schubladen gehen, in der Freiheit normalerweise einsortiert ist, kommen wir zu sehr unterschiedlichen Motiven, die davon abh\u00e4ngen, was ich zum Beispiel politisch, gesellschaftlich oder system-beschreibend als \u201efrei\u201c definiere. Ich k\u00f6nnte also sagen, alle in einer \u201eDemokratie\u201c lebenden Menschen leben in Freiheit. Nur, es gibt ja auch viele Menschen, die sich durchaus frei f\u00fchlen, die in einer Monarchie, Oligarchie oder sogar Diktatur leben. Wie gehe ich mit solch einer Erkenntnis dann um? Weiterf\u00fchrend k\u00f6nnte ich auch der Ansicht sein, das ein Leben in unmittelbarer Bedrohung durch Hunger, Krieg und\/oder Naturh\u00e4rten ebenfalls nicht frei genannt werden kann. Die Frage aber bleibt offen, ob das auch wirklich stimmt. Viele Menschen in von Europa fernen L\u00e4ndern sind arm und st\u00e4ndig bedroht von Hunger oder Naturph\u00e4nomenen, sind aber trotzdem gl\u00fccklich und w\u00fcrden sich, so sie denn den Begriff \u201eFreiheit\u201c \u00fcberhaupt kennen, wohl doch als frei lebend bezeichnen. Wenn wir uns also mit Freiheit besch\u00e4ftigen, m\u00fcssen wir wohl oder \u00fcbel eine allgemein g\u00fcltige Definition liefern, was wir eigentlich meinen. Nun gibt es diese Form einer Definition bisher nicht, denn alle bisherigen Versuche dergestalt wurden ausschlie\u00dflich auf der Basis der europ\u00e4ischen Philosophie errichtet. Europa, oder besser geschrieben europ\u00e4isches Denken, wir erinnern uns, findet sich aber nur in etwa 10% der Weltbev\u00f6lkerung (USA, EU, Australien, Neuseeland). Weitere L\u00e4nder der Welt halten sich in einer nur teilweise von europ\u00e4ischem Gedankengut durchdrungenen Kultur auf und andere wie zum Beispiel die Kulturnation China fr\u00fcherer Zeiten hatte f\u00fcr seine Weltsicht, Kultur und Ordnung ein ganz anderes Grundlagengeb\u00e4ude errichtet und\/oder kennt den Begriff der einen Freiheit gar nicht. Sehr viel h\u00e4ufiger ist dort in der nicht westlichen Welt der Begriff der \u201eWeisheit\u201c anzutreffen, auf den sich viele Kulturen gr\u00fcnden und berufen. Es ist also nicht sinnvoll, weil nicht umfassend, eine allgemein g\u00fcltige Definition auf der Basis der europ\u00e4isch gepr\u00e4gten Philosophie zu suchen, die f\u00fcr alle V\u00f6lker gleich g\u00fcltig ist.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Zitat<\/strong> (Handbuch philosophischer Grundbegriffe, K\u00f6sel):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Innerhalb der Philosophie des dogmatischen Realismus <sup class='footnote'><a href='#fn-718-1' id='fnref-718-1' onclick='return fdfootnote_show(718)'>1<\/a><\/sup> er\u00f6ffnet sich demnach keine Aussicht auf ein Weiterkommen in der philosophischen Kl\u00e4rung des Begriffs der Freiheit. Der Philosophie bliebe lediglich die Aufgabe, Freiheit als ein irref\u00fchrendes, dem Menschen eine angema\u00dfte W\u00fcrde gegen\u00fcber der Natur vorgaukelndes Wort zu entlarven und den Begriff zu eliminieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dogmatisch ist der Realismus dann, wenn er weder metaphysisch noch ontologisch determiniert ist und diese Ansicht als die allgemein g\u00fcltig betrachtet wird. Sowohl die Wissenschaften als auch die Finanz- und Wirtschaftssysteme europ\u00e4ischer Pr\u00e4gung bauen auf dieser Form auf. Kommen wir zur\u00fcck zu dem gr\u00fcndenden Frage: Was ist der Gegensatz der Freiheit? Gibt es das \u00fcberhaupt? Meiner Ansicht nach ist die Freiheit, wie wir in Europa sie verstehen, eine Idee mit einer sehr unscharf gezeichneten Wirklichkeit. Das hindert uns aber scheinbar nicht daran, diese Idee ohne ausgearbeitete Form in die Welt anderer V\u00f6lker hinauszutragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Andere Versuche, Freiheit und deren Gegensatz zu definieren versuchen die Weltreligionen beziehungsweise nahezu alle Religionen. Ihr Hauptanliegen besteht dann darin, Ideen und Handlungen in Systeme einzuordnen, die sich auf den Gegens\u00e4tzen wie richtig\/falsch, heilig\/s\u00fcndig und\/oder Gott-gewollt\/teuflisch aufbauen. Freiheit oder freiheitlich als Begriff kommt in Religionen eher selten vor, denn Gott oder seine Repr\u00e4sentanten, wer auch immer diese eingesetzt hat, bestimmen die Auslegung. Das geschieht meist auf der Basis sehr alter antiker Schriften (Christentum: Bibel, Islam: Koran, Judentum: Tora, Buddhismus: Sutren, Hinduismus: Veden, usw.). Nahezu alle absolutistischen Systeme wie zum Beispiel die Monarchie betrachten die herrschende Klasse bzw. deren Repr\u00e4sentanten als von Gott eingesetzt (Christentum, Judentum, Islam) und\/oder stellen die herrschende Ordnung, die sich vorfinden l\u00e4sst, nicht in Frage (Buddhismus, Hinduismus, Taoismus). Hier also nach einer Antwort zum Begriff \u201eFreiheit\u201c zu suchen ist von wenig Erfolg gekr\u00f6nt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Versuche, Freiheit zu definieren. werden von den verschiedensten politischen oder staatstragenden Systemen versucht. Bekannt und gel\u00e4ufig sind die Versuche mit Links- vs. Rechts- Unterscheidungen, in Sozialismus(Kommunismus)- vs. Demokratie-Einordnungen und\/oder Monarchie vs. Oligarchie vs. Ochlokratie <sup class='footnote'><a href='#fn-718-2' id='fnref-718-2' onclick='return fdfootnote_show(718)'>2<\/a><\/sup> Da alle diese Formen eine Herrschaftsform darstellen, in der einige wenige die Macht haben, \u00fcber eine breitere Bev\u00f6lkerung zu bestimmen, kann Freiheit als absoluter Begriff hier keine Verwendung finden. Ein Mensch, der gef\u00fchrt wird, vielleicht sogar unter Androhung von Ressentiments oder Gewalt, ist nicht frei.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Zitat:<\/strong> (Handbuch philosophischer Grundbegriffe, K\u00f6sel):<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Was aber bedeutet Freiheit, wenn sie in einem Fall zwischen totalit\u00e4ren und anarchischem Elend aufgerieben wird, im anderen Fall aber lediglich Selbstdetermination durch Gesetze und Zwang durch deren Befolgung bedeutet?<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Wahl besteht also nach dem oben zitierten Satz in entweder einem Verzicht auf Freiheit oder aber in dem Ankommen in einer anarchischen Organisation, in der wiederum das Recht des St\u00e4rkeren regieren w\u00fcrde, sich also wie von selbst eine Klassengesellschaft oder eine Hackordnung herausbilden m\u00fcsste. Stimmt diese Annahme? Nun, bisher und in der Geschichte belegt ist dieser Satz zumindest f\u00fcr Europa richtig. Aber gilt er f\u00fcr alle k\u00fcnftigen Zeiten auch so unbeschr\u00e4nkt, wie das hier angenommen wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ganz besondere Ausformung in der Philosophie der Freiheit ist der Begriff der Transzendenz. Dieser wird verwendet in der Form, das es jenseits des lebendigen Menschen eine Ebene gibt, die zum Beispiel nach dem Tode erreicht werden k\u00f6nne, wenn das gelebte Leben ganz bestimmten Normen entspr\u00e4che oder aber der wie immer definierte Geist des Menschen eine bestimmte Entwicklungsstufe erreicht habe, die Teilhabe an den transzendenten R\u00e4umen (Vernunft, Weisheit) erlaube. Ich sehe hierin eine gro\u00dfe N\u00e4he zu religi\u00f6sem Denken, das sich in Paradiesen, Nirvanen oder Erhebungen zu Gott-gleichen F\u00e4higkeiten ausdr\u00fcckt. Hier wird eine Grenze definiert, die nur von wenigen und unter ganz bestimmten Umst\u00e4nden \u00fcberschritten werden kann. Ich denke mal, hier muss ich nicht weiter gehen, da weitere Ausf\u00fchrungen sich in Spekulationen derart verstricken w\u00fcrden, das eine nachvollziehbare Argumentation nicht mehr m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine f\u00fcr Europa neue, weil aus China zu uns vorgedrungene M\u00f6glichkeit, Freiheit zu denken, ist mit dem Wort Disponiblit\u00e4t oder zu deutsch Verf\u00fcgbarkeit verbunden. Wir kennen das Wort eigentlich nur dadurch, das wir zur Abarbeitung einer Aufgabe die verf\u00fcgbaren Mittel, die geeignet erscheinen, bestimmen. Das aber ist eine sehr begrenzte Auffassung von verf\u00fcgbaren Mitteln und beschreitbarer Wege. So k\u00f6nnte die Bestimmung der Verf\u00fcgbarkeit auch darin bestehen, Handlungsstr\u00e4nge zu erforschen. Es k\u00f6nnten die gewohnten Wege durch neue Ideen, neue Innovationen oder durch richtungsweisendes Umdenken erg\u00e4nzt werden. Dazu w\u00e4re es aber notwendig, die Setzungen unserer Kultur, die allgegenw\u00e4rtigen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, die wir selten bis gar nicht hinterfragen, da wir sie als Realit\u00e4t mit Wahrheitswert betrachten, zun\u00e4chst einmal aufzugeben und \u00fcber den ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Tellerrand hinaus zu schauen. Es w\u00fcrde dabei das Wort \u201eAufgabe\u201c in dem Sinne interpretieren, das dem sprachlich verwandten \u201eaufgeben\u201c entspr\u00e4che. Eine Aufgabe k\u00f6nnte gel\u00f6st (freigelassen) werden, in dem man aufgibt, ausschlie\u00dflich alten Denk- und Handlungsmustern zu folgen, ohne diese allerdings zu verwerfen. Sie sind und bleiben neben ihren neuen Br\u00fcdern und Schwestern vollwertige L\u00f6sungen und werden wie andere Ideen, M\u00f6glichkeiten und Phantasien gleichwertig gesehen. Ein sehr begrenzter Versuch der Umsetzung dieser Verf\u00fcgbarkeit bestand in der Modeerscheinung des Brainstorming, das spontan entstandene L\u00f6sungen, auch unrealistische, phantasievolle und vision\u00e4re, sammelte, um dann aus diesem Korb eine Auswahl zu treffen. Das Problem bestand darin, das irgendwer hier eine Wahl treffen musste. Das ist aber in einer freien Ordnung und dem Mittel der aus China importierten Disponiblit\u00e4t nicht notwendig und sogar verp\u00f6nt. Es geht hier n\u00e4mlich um das Erfassen der Welt durch Loslassen (der bew\u00e4hrten Mittel zur Probleml\u00f6sung). Es geht nicht um die Wahl der richtigen Position, sondern um die Aufgabe jeglicher Position und dem zufolge um eine Haltung, die Widerspruch und Streit gar nicht mehr erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Zitat<\/strong> (Vom Sein zum Leben, Francois Jullien, Matthes und Seitz)<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der edle Mensch ist vollst\u00e4ndig, das hei\u00dft, er verliert das Globale nicht aus den Augen, l\u00e4sst nicht zu, dass das Feld allen M\u00f6glichen einseitig schrumpft. Er ist nicht daf\u00fcr oder dagegen, sondern neigt zu dem, was die Situation erfordert. (Gespr\u00e4chen, Konfuzius)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und das M\u00f6gliche kann heute so und morgen ganz anders sein. Auch kann es hilfreich sein, der einen Gruppe mit dem Gesetz zu winken, w\u00e4hrend eine andere Gruppe schon einer Bitte problemlos folgen w\u00fcrde. Daher gibt und gab es in China so etwas wie eine Sitte, die zwar reguliert, aber niemals festschreibt. Das Gesetz, wie wir es kennen, kam erst mit den Europ\u00e4ern nach China. Und doch war und ist in China seit Jahrtausenden eine hochstehende Kultur zu verzeichnen. Sie beruht nicht auf Festschreibungen, sondern auf Neigungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Betrachten wir unsere deutsche Demokratie einmal unter dem Blickwinkel der Freiheit und was wir dar\u00fcber bereits erarbeitet haben. Der B\u00fcrger als Souver\u00e4n geht alle vier Jahre einmal in eine Kabine, um ein Kreuz zu zeichnen und auszuw\u00e4hlen von eine Liste, die m\u00f6gliche Volksvertreter enth\u00e4lt, die Parteien zusammengestellt haben, die selbst schon eine eigene Hierarchie (Machtgef\u00fcge, Hackordnung) besitzen. Und dann formieren sich die gew\u00e4hlten Vertreter und regieren das Volk oder die Bev\u00f6lkerung vier Jahre lang (&#8230;nur ihrem Gewissen <sup class='footnote'><a href='#fn-718-3' id='fnref-718-3' onclick='return fdfootnote_show(718)'>3<\/a><\/sup> folgend. Also ich frage mich oft, was daran eigentlich \u201esouver\u00e4n\u201c <sup class='footnote'><a href='#fn-718-4' id='fnref-718-4' onclick='return fdfootnote_show(718)'>4<\/a><\/sup> ist, denn der Wirkungsgrad jedes Einzelnen oder auch gro\u00dfer Gruppen ist schlicht nicht vorhanden. Selbst gro\u00dfe Demonstrationen k\u00f6nnen von den Volksvertretern als auch den Medien (die die Informationshoheit besitzen), einfach ignoriert werden. Da die Vertreter des Volkes Gesetze erlassen, nach denen sich jeder B\u00fcrger richten muss, ist Freiheit oder Souver\u00e4nit\u00e4t nicht gegeben. Wir f\u00fchren zum Beispiel zurzeit einen Krieg (Wirtschaftskrieg, Sanktionskrieg, Stellvertreterkrieg, Propagandakrieg), den das Gros der Bev\u00f6lkerung weder versteht noch begr\u00fc\u00dft. Obwohl diese Freiheit, von der dieser Artikel hier handelt, so nicht gegeben ist, nehmen wir doch diese Staatsform als das non plus ultra (nicht dar\u00fcber hinaus) und leiten daraus Werte ab, die wir mit rabiaten Mitteln der ganzen Welt aufzwingen wollen. Ich finde allerdings, das unser Demokratie-Konzept durchaus reformier ist und in der Richtung einer gegebenen Volkssouver\u00e4nit\u00e4t erweitert werden k\u00f6nnte. Aber hier beschreiten wir den politischen Diskurs, den ich jetzt und hier nicht anstrebe. Hier geht es um Freiheit.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Diskurs:<\/strong> Gibt es Kultur ohne Propaganda?<br>Es gibt ein wunderbar beschreibendes Buch \u00fcber \u201eModerne Propaganda\u201c von Johannes Menath. Darin werden 80 Methoden der Meinungslenkung beschrieben, die heute wirkm\u00e4chtig sind. Ich habe diese 80 Methoden relativ z\u00fcgig durchgelesen und muss jetzt, im Blick auf den Inhalt, sagen, das alle diese Methoden nahezu allt\u00e4glich in B\u00fcchern, Schriften, Nachrichten, Reportagen, Comedy und anderen Ver\u00f6ffentlichungen auftauchen. Es erscheint mir sogar so, das es eigentlich nicht m\u00f6glich ist, eine Kultur f\u00fcr ein Volk zu bilden, ohne Methoden der Propaganda zu nutzen. Immerzu werden in den Kulturen die Menschen eingeteilt in Zugeh\u00f6rigkeiten, Klassen, Gesinnungen, Genossenschaften und Anh\u00e4ngern. Das ist, um es kurz und b\u00fcndig zu umschreiben, eine Einteilung in \u201eWir\u201c und \u201eDie\u201c, und das auf verschiedenen sich erg\u00e4nzenden Ebenen. Eine Kultur oder Form, die unterschiedliche Formen des Lebens in einem Staat oder nur einer Region st\u00f6rungsfrei vereint, wird zunehmend seltener. Es gab sie ethnisch zum Beispiel in Jugoslawien oder auf Zypern, bis\u2026 ja bis sich machthungrige F\u00fchrer der Unterschiede besannen und diese zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen begannen. Auch heute in Deutschland ist das wieder zu beobachten. Aber es sind nicht ethnische sondern Gesinnung-Zugeh\u00f6rigkeiten, die mehr und mehr die f\u00fchrende Rolle spielen. Es gibt die Zugewanderten mit anderen kulturellen Gepflogenheiten und die Einheimischen, es gibt die Rechten und die Linken, es gibt die Zustimmer und die Widerst\u00e4ndler, es gibt die Meinungsf\u00fchrer und die Verschw\u00f6rungstheoretiker, gibt die Nationalisten und die Globalisten, die Moralisten und die Toleranten, gibt die gelobten F\u00fchrer und die b\u00f6sen Regenten. Und das Mittel dieser Auftrennungen ist immer Propaganda, die sich in Einseitigkeiten, Halbwahrheiten, oft sogar L\u00fcgen und\/oder vielf\u00e4ltigen Vergleichen n\u00e4hrt. Grundlage f\u00fcr Spaltungen der Gesellschaft, ganz gleich welche wir auch betrachten, sind immer verbunden mit ein- oder sogar beidseitiger Propaganda. Das belegen eindeutig die 80 Methoden, die in dem benannten Buch genannt werden. Propaganda ist also nicht nur hier und da, sondern allgemein verbreitet \u00fcberall zu beobachten. Werbung ist doch auch schon Propaganda. Emotionen werden verkn\u00fcpft mit Produkten, die ich verkaufen m\u00f6chte. Politisch betrachtet werden regelm\u00e4\u00dfig Scheindebatten gef\u00fchrt, die so weit von der gegebenen Wirklichkeit entfernt sind, das jedes Wort dar\u00fcber eine Verschwendung darstellt. Kennen Sie die Debatte, ob Deutschland sich im Krieg befindet, wie unsere Au\u00dfenministerin das aussagt? Nun, nicht wir, nicht deutsche V\u00f6lkerrechtler in H\u00f6rs\u00e4len, sondern Russland wird entscheiden, mit wem und wann es sich im Krieg befindet. Es h\u00e4tte logisch betrachtet auch allen Grund dazu, denn das Au\u00dfenministerium beschreibt und vertritt unsere Sicht nach Au\u00dfen, und die Hilfeleistungen finanzieller und milit\u00e4rischer Art und deren Umfang zur Ukraine hin sprechen mehr als B\u00e4nde. Aber das ist ja nur Tagespolitik und\u2026 ? Nein, das ist eine Bedrohung der Freiheit, unserer Freiheit und die der anderen Beteiligten.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist also Freiheit und was ist es nicht? F\u00fcr mich ist Freiheit so etwas, was man auch in den Begriffen des Sch\u00f6nen, des Guten und Wahren beschreibt, also ein Ideal, das unter menschlichen Gesichtspunkten heute und in absehbarer Zukunft nicht erreicht werden kann. Der Mensch lebt auf der Erde grunds\u00e4tzlich in sehr unterschiedlichen Sozialisationsformen, genannt Kulturen, die Freiheit an sich nicht zulassen k\u00f6nnen, da diese sich, einmal etabliert, stets zu bek\u00e4mpfen pflegen. Jede Kultur enth\u00e4lt Setzungen, die willk\u00fcrlich genannt werden m\u00fcssen und die nicht belegt werden k\u00f6nnen. Sie enth\u00e4lt und dr\u00fcckt sich aus in Gesetzen und\/oder Sitten, die nicht frei genannt werden k\u00f6nnen. Selbst im alten China, das die europ\u00e4ische Setzungs- und Gesetzeswut nicht kannte, herrschte trotz allem die Sitte, die gleich dem Gesetz doch Zwang und Folgsamkeit erfordert. Nicht umsonst sind alle Heiligen und Weisen dieses asiatischen Volkes irgendwann untergetaucht oder zogen sich in die Berge, Kl\u00f6ster und Schulen zur\u00fcck. Wir haben uns in Europa immer mehr angew\u00f6hnt, das in den Abstimmungen in den Parlamenten nahezu immer ein Mehrheitsbeschluss gefasst werden muss. Das ist dann im Grunde die Staatsform einer Ochlokratie, wobei hier die Parteien, also Vereine und deren Mitglieder sowie deren Anh\u00e4nger, die sich weitestgehend und \u00fcbergreifend einig sind, die \u201eP\u00f6belherrschaft\u201c bilden. Die demokratische Kultur aber legte vor, das diese Form der Entscheidung nur in Zwangslagen eingesetzt werden sollte. Alltagstauglich sollte der Konsens als Entscheidungsform gew\u00e4hlt werden, wobei nicht wie zur Zeit die Regierenden unter sich zu einem Konsens finden sollten, sondern das ganze Volk in die Konsensfindung eingebunden sein m\u00fcsste. Nur so l\u00e4sst sich logischerweise die Volkssouver\u00e4nit\u00e4t verwirklichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was bleibt also \u00fcbrig von der Frage nach der Definition von Freiheit an sich? Nicht viel, m\u00fcsste ich schreiben. Aber dem ist nicht so. Mit jedem Wort dieses Artikel, mit jeder Recherche und jedem nachlesen wird mir als Schreiber mehr und mehr bewusst, was es mit dem Freiheitsgedanken auf sich hat. Es geht dabei nicht mehr um Feststellungen, sondern um L\u00f6sungen in Form von Aufl\u00f6sen der widerstrebenden und sich widersprechenden Anteile. Mir wurden\/werden Setzungen bewusst, die ich bisher nicht kannte, entdecke neuen, vollkommen von meiner Weise zu Denken abweichende M\u00f6glichkeiten und bescheren mir einen Spiegel-gleichen Blick auf mein eigenes Denken. Das erlaubt Kritik am eigenen Selbst, am Ich-Sein und der direkt vor den F\u00fc\u00dfen auflebenden Umgebung. Es ist keine neue Dogmatik, keine neue Seinsweise, keine neue Weltsicht, kein Narrativ und auch keine Strategie, sondern einen Blick \u00fcber alles Wahrnehmbare, zu dem ich Zugang habe, hinweg. Und das Bild, das erscheint ist mehr das eines Flusses und nicht dem einer Ansammlung von Dingen. Und vor dem Bild betrachtend stehend erkenne ich mehr und mehr meine Vernetztheit mit dem Ganzen. Mensch-sein heute ist wie seit alter Zeit bedingt und relativ. Wir alle sind, stehen und fallen mit dem Fluss des Ganzen, der weder gestaut noch angehalten werden kann. Frei zu sein bedeutet f\u00fcr mich zu erkennen, das es Freiheit an sich nicht gibt. Und so realisiere ich das Ma\u00df an Freiheit, das mir verf\u00fcgbar ist. Es gilt der Grundsatz, der bekannt ist unter Niebuhrs Gebet, das ich meiner Anschauung gem\u00e4\u00df etwas angepasst habe:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Ich pflege (Original: Gott, gib mir\u2026) die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht \u00e4ndern kann, (pflege) den Mut, Dinge zu \u00e4ndern, die ich \u00e4ndern kann, und (pflege) die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dazu bedarf es den Mut, Verfahren, Tatsachen, Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu hinterfragen. Es bedarf der Gelassenheit, das f\u00fcr dem Moment zu akzeptieren, was unver\u00e4nderlich erscheint, ohne es f\u00fcr immer festzuschreiben. Und die Weisheit besagt, das es keine ewig festgelegte Position geben kann. Bereits morgen kann sich alles ge\u00e4ndert haben, was heute klar und deutlich vor mir liegt. In dieser Offenheit zeigt sich, was die Situation jetzt und hier erfordert, weil kein Gestell (Heidegger: entspricht der Vorstellung) die Wirklichkeit verdeckt. Der zu beschreitende Weg liegt stets direkt vor den F\u00fc\u00dfen. Er wird meist nur nicht wahrgenommen, weil er zu offensichtlich ist und wir uns in unz\u00e4hligen Vorstellungen des Verstandes und seiner Kultur verfangen haben.<\/p>\n\n\n<div class='footnotes' id='footnotes-718'><div class='footnotedivider'><\/div><ol><li id='fn-718-1'> Der Begriff Realismus umfasst eine Vielzahl philosophischer Positionen, nach denen vom menschlichen Bewusstsein unabh\u00e4ngige Ph\u00e4nomene existieren, die auf uns einwirken und die wir sprachlich bezeichnen k\u00f6nnen. Dabei werden realistische Thesen bez\u00fcglich ganz unterschiedlicher Ph\u00e4nomene diskutiert, sodass man genauer jeweils von einem Realismus bez\u00fcglich eines bestimmten Problembereichs spricht. Wird die Existenz einer denkunabh\u00e4ngigen Realit\u00e4t angenommen, spricht man von metaphysischem oder ontologischem Realismus. Genauerhin spricht man auch hier jeweils wieder von Realismus bez\u00fcglich unterschiedlicher ontologischer Objekte. Wikipedia (DE) <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-718-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-718-2'> Ochlokratie (altgriechisch aus \u00f3chlos, deutsch \u201aMenschenmenge\u2018, \u201aMasse\u2018, \u201aP\u00f6bel\u2018, und -kratie), deutsch auch P\u00f6belherrschaft, ist ein abwertender Begriff f\u00fcr eine Herrschaftsform, bei der eine Masse ihre politischen Entschl\u00fcsse als Mehrheit oder durch Gewalt eigenn\u00fctzig durchsetzt. Der Begriff wurde durch den Historiker Polybios (um 200\u2013118 v. Chr.) in die antike griechische Staatstheorie eingef\u00fchrt. In seinem Verfassungskreislauf stellt er die Ochlokratie als Verfallsform oder \u201eEntartung\u201c der demokratischen Staatsform dar. Dabei gehe die Orientierung am Gemeinwohl verloren, stattdessen w\u00fcrden Eigennutz und Habsucht das Handeln der B\u00fcrger bestimmen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-718-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-718-3'> Das Gewissen wird im Allgemeinen als eine besondere Instanz im menschlichen Bewusstsein angesehen, die bestimmt, wie man urteilen soll und die anzeigt, ob eine Handlungsweise mit demjenigen \u00fcbereinstimmt bzw. nicht \u00fcbereinstimmt, was ein Mensch als f\u00fcr sich richtig und stimmig ansieht. Es dr\u00e4ngt, aus ethischen, moralischen und intuitiven Gr\u00fcnden, bestimmte Handlungen auszuf\u00fchren oder zu unterlassen. Entscheidungen k\u00f6nnen als unausweichlich empfunden oder mehr oder weniger bewusst \u2013 im Wissen um ihre Voraussetzungen und denkbaren Folgen \u2013 getroffen werden (Verantwortung). Das einzelne Gewissen wird meist als von Normen der Gesellschaft und auch von individuellen sittlichen Einstellungen der Person abh\u00e4ngig angesehen. Ohne eine ethische Orientierung bleibt das Gewissen \u201eleer\u201c; \u201eohne Verantwortung ist das Gewissen blind\u201c\u2026 Wikipedia DE <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-718-3'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><li id='fn-718-4'> Unter einem Souver\u00e4n (von mittellateinisch superanus \u201adar\u00fcber befindlich\u2018, \u201a\u00fcberlegen\u2018) versteht man den Inhaber der Staatsgewalt. In Demokratien hat regelm\u00e4\u00dfig das Staatsvolk diese verfassungsrechtliche und v\u00f6lkerrechtliche Funktion \u2013 in repr\u00e4sentativen Systemen in der Regel indirekt \u2013, in absoluten und konstitutionellen Monarchien das Staatsoberhaupt, zum Beispiel der K\u00f6nig oder der F\u00fcrst. Wikipedia DE <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-718-4'>&#8617;<\/a><\/span><\/li><\/ol><\/div><div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F718&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hpsperzel.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F718&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hpsperzel.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" data-services=\"facebook\" data-url=\"https:\/\/hpsperzel.de\/?p=718\" data-timestamp=\"1688388146\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fhpsperzel.de%2F%3Fp%3D718&text=Das%20Ringen%20um%20Freiheit\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fhpsperzel.de%2F%3Fp%3D718\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span data-service=\"facebook\" style=\"color:#3b5998\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das wir in der europ\u00e4ischen Kultur um ein Gut ringen, das wir salopp \u201eFreiheit\u201c nennen, ist allgemeines Wissensgut und anerkannt. Wissen wir aber auch, was Freiheit eigentlich bedeutet? Ich denke: Nein. Beginnen wir daher einmal damit, was wir heute, 2023, mit dem Begriff der Freiheit verbinden. Da wird jedem, der gefragt w\u00fcrde, zun\u00e4chst einmal die Staatsform der Demokratie einfallen. <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":719,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[3,19,61],"tags":[49,51,86,7,84,87,85,28,88,14],"class_list":["post-718","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lebensweisheiten","category-philosophie-und-spiritualitat","category-schlagworte","tag-fragen","tag-freiheit","tag-gegensaetze","tag-leben","tag-narrativ","tag-philosophie","tag-setzungen","tag-sinn","tag-transzendenz","tag-weisheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=718"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/718\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":720,"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/718\/revisions\/720"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/719"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}