{"id":573,"date":"2017-08-12T11:26:01","date_gmt":"2017-08-12T11:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/sperzelhp.eu\/?p=573"},"modified":"2022-07-11T12:52:54","modified_gmt":"2022-07-11T12:52:54","slug":"fragen-freiheit-und-der-bevorstehende-lebensabend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hpsperzel.de\/?p=573","title":{"rendered":"Fragen, Freiheit und der bevorstehende Lebensabend"},"content":{"rendered":"<p>Mich haben seit meiner Jugend viele Fragen besch\u00e4ftigt, von denen einige zu den grundlegenden Fragen der Philosophie geh\u00f6ren. Allerdings war meine Ausgestaltung dieser Fragen nicht auf einen theoretischen Ablauf ausgerichtet, sondern meist durchaus praktischer Natur. Trotzdem hei\u00dft \u201epraktisch\u201c nicht immer auch oberfl\u00e4chlich, denn auch Praxis verlangt in letzter Konsequenz gedankliche Tiefe und Gr\u00fcndlichkeit. \u00dcber einige dieser Tiefenfragen m\u00f6chte ich jetzt in diesen Zeilen f\u00fcr mich eine Frage beantworten, die seit einiger Zeit mein Denken beherrscht: Was mache ich mit und in meinem Ruhestand, der mit jedem vergangenen Tag immer n\u00e4her heranr\u00fcckt. Wo befinde ich mich dann, was wird sein und was wird mich dann noch erf\u00fcllen? Das ist die Fragestellung dieser Zeilen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><strong>Wer bin ich?<\/strong><br \/>\nDas ist im normalen Umfeld und unter normalen Bedingungen eine unsinnige Frage. Die Antwort lautet meist: Du bist der Hansi Peter oder einfach nur ein einzelner Mensch, ein Mann oder bei antwortenden aufgekl\u00e4rten Menschen ein konkreter Mitmensch. Allerdings ist der Name, der Mensch nur ein Wort. Bereits der anders sprachige Mitmensch wird dieses Wort schon nicht verstehen. Hinter dem Wort steht eine Idee, eine Kategorie <sup class='footnote'><a href='#fn-573-1' id='fnref-573-1' onclick='return fdfootnote_show(573)'>1<\/a><\/sup>, ein Teil der beschreibbaren Welt oder ein Gegenstand, wobei das neue Wort wie das alte nur ein weiteres Wort darstellt. Wir k\u00f6nnen dieses Spiel immer weiterf\u00fchren und werden selten bzw. nie ein Ende finden. Unser Denken benutzt W\u00f6rter, die etwas bezeichnen, um andere W\u00f6rter, die etwas bezeichnen, zu bezeichnen. Wenn wir also eine sogenannte Aussage machen wie ich bin ein Mensch, und das ist ein Wesen, das denkt und auf dieser Welt wandelt, benutzen wir W\u00f6rter, um ein Wort zu beschreiben. Da wir so aber immer im Relativen bleiben, k\u00f6nnen wir auch nur relative Aussagen machen. Relative Aussagen gelten aber nur in einem bestimmten Rahmen, den wir dann ebenfalls zu setzten haben, wobei wir auch hier immer in der Relation bleiben m\u00fcssen. Zur\u00fcckkommend auf die Ausgangsfrage k\u00f6nnen wir daher in der Relation viele Aussagen machen, im Absoluten aber &nbsp;keine.<\/p>\n<p><strong>Was bin ich?<\/strong><br \/>\nWenn ich diese Frage beantworte und dabei etwas M\u00fche hineinlege, wir ein Satz herauskommen, der mich als Mensch begreift, ein Wesen, das sich aus der Masse der Wesen abhebt durch Eigenschaften und F\u00e4higkeiten, die in dieser Formation nur dieser Gattung aufzufinden ist. Meist wird der Mensch in diesem Kontext beschrieben als bewusst, also als ein Wesen, das denkt und sich dieser F\u00e4higkeit auch bewusst ist. Eine etwas kompliziertere, aber auch genauere Beschreibung w\u00fcrde lauten, das der Mensch ein Wesen ist, das denkt, sich dessen bewusst ist und sich dieses Bewusstseins auch&nbsp; vergegenw\u00e4rtigen kann, wobei das \u201ekann\u201c ein wirkliches kann ist, Menschen k\u00f6nnen das, m\u00fcssen es aber nicht und k\u00f6nnen es auch lassen, was, wenn man Mitmenschen genau beobachtet, auch oftmals genauso zu geschehen scheint. Ich bin also ein Mensch mit dieses F\u00e4higkeiten und Anlagen. Und ich bin frei sie zu nutzen oder auch nicht.<\/p>\n<p><strong>Warum bin ich hier?<\/strong><br \/>\nJetzt und mit dieser Frage beginnt eine gewisse Spannung in die Fragestellungen zu geraten, denn hier&nbsp; k\u00f6nnen, je nach Art, Tiefe&nbsp; und Neigung der Betrachtung sehr unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Hier sind der Phantasie keinerlei Grenzen gesetzt. Grundlegend unterscheide ich hier zwei Kategorien, wobei ich der Ersten eine Grundannahme anheimstelle und der Zweiten eine Grundannahme grunds\u00e4tzlich verwehre. Diese Grundannahme stellt die Existenz einer Autorit\u00e4t oder Ursache nicht in Frage, die Absolut genannt werden kann. In unserer Alltagssprache hei\u00dft das dann Gott, Atman, das Universum, der Ursprung, das Schicksal, die Vorsehung oder \u00e4hnlich. Hier wird ein Absolutes zugrundgelegt, das au\u00dferhalb der Relativit\u00e4t unseres Denkens steht und Macht oder etwas Unab\u00e4nderliches besitzt. Alle Religionen, nahezu alle Kulturen und Organisationsformen der Menschen besitzen ein solch Absolutes oder bestimmen einen oder etwas aus ihrer Mitte, um dieses Zentrum zu schaffen. Die andere Kategorie verzichtet g\u00e4nzlich auf die Existenz oder Installation eines Absoluten und findet sich somit ab in der Ungewissheit des Relativen, wobei auch hier Regeln und Kulturformen entwickelt werden, die folgerichtig &nbsp;als bewusst-relativ verstanden werden. Diese kategorische Form ist sehr schwierig zu beschreiben, da das Kreisen in der Relation andere Formen der Autorit\u00e4ten notwendig macht. Als Beispiel der letzten Form seien der&nbsp; Advaita Vedanta und der Buddhismus des Mahayana genannt. Unz\u00e4hlige Antworten gibt es also auf die Ausgangsfrage und es gelingt nicht, diese Frage zu einem Abschluss zu bringen. Sie bleibt offen und verlangt damit vom Fragenden eine Entscheidung, die immer wieder neu bekr\u00e4ftigt werden muss.<!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Habe ich hier auf der Welt eine Aufgabe zu erf\u00fcllen?<br \/>\n<\/strong>Nahezu alle Kulturen, Religionen und Ansichten in und \u00fcber die Welt beantworten diese Frage mit ja, und im gleichen Kontext w\u00fcrde eine Antwort nein stets als eine krankhafte Geistesst\u00f6rung angesehen. Was ist oder kann also Aufgabe eines Lebens sein. Da wir auch hier in Relationen denken m\u00fcssen sind viele Antworten m\u00f6glich. Die grundlegendsten davon beinhalten immer die Fortsetzung, den Erhalt der Art, des Lebens und damit der uns bekannten Welt. Es ist bezeichnend f\u00fcr diese Fragestellung, das eine Antwort nein auch das Erl\u00f6schen der Frage bedeuten w\u00fcrde. Setze ich die m\u00f6glichen Rahmen der Betrachtung enger, k\u00f6nne eine Antwort m\u00f6glich sein, das Leben auf der Welt zu verbessern (Hunger, Armut, Not abzuschaffen) oder \u00fcber eine \u00d6ffnung und Weitung des Bewusstseins neue M\u00f6glichkeiten zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Was ist wichtig?<br \/>\n<\/strong>Diese Frage fragt nach einem Rahmen, in den ich k\u00fcnftige Entscheidungen einbetten kann und mir eine Hilfe dabei gibt, die mir Sicherheit vermittelt. Doch wie wir gesehen haben in der Argumentation oben, gibt es keine richtige, keine einzige Antwort auf diese Frage au\u00dferhalb der Relativit\u00e4t. Auch hier ist der Rahmen von mir selbst zu setzen, und innerhalb dieser Konfiguration dann sind Entscheidungen sicher m\u00f6glich. Es gibt sehr weite Rahmen, sehr enge Rahmen, beide mit der M\u00f6glichkeit gro\u00dfer Autorit\u00e4ten oder auch, wie in den bereits genannten Weltanschauungen, der Verzicht auf Setzungen. Wichtig auf jeden Fall ist die Annahme, dass unser Leben als Art erhaltenswert ist und weitergef\u00fchrt sollte. Damit verbunden ist auch die Sorge um die Erde, die zumindest heute noch die einzig m\u00f6gliche Lebenswelt darstellt. Wichtig w\u00e4re also zu leben, das Leben und somit auch die Erfahrungen und Wissen dar\u00fcber weiterzugeben an k\u00fcnftige Generationen.<\/p>\n<p>Wie wir bisher sehen konnten kreisen die Fragen nach dem Grund und der Gestaltung eines Lebens immer um die gleichen Punkte, und wie immer die Fragen auch umgestaltet werden, die m\u00f6glichen Antworten handeln von sich wiederholenden&nbsp; Motiven:<\/p>\n<ul>\n<li>Meine Antworten k\u00f6nnen immer nur relativ gestaltet sein, ben\u00f6tigen eine Rahmensetzung<\/li>\n<li>Solche Rahmen werden Weltbild, Religion oder Kultur genannt. Sie regeln das Zusammenspiel einzelner Wesen.<\/li>\n<li>Wichtig erscheint einzig die Weiterf\u00fchrung der lebendigen Welt, die zurzeit nur auf diesem Planeten bestehen kann.<\/li>\n<li>Wir haben auf jeden Fall eine Aufgabe.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den grundlegenden Fragen gibt es nicht Gerechtigkeit, nicht definierte Besitzst\u00e4nde, nicht Macht, nicht Status und nicht Notwendigkeit. Was wir leicht erkennen k\u00f6nnen ist die \u00fcberm\u00e4chtige Wirksamkeit der fortgesetzten Relativit\u00e4t aller Annahmen und die Notwendigkeit, sich f\u00fcr seine Person zu entscheiden. Was wichtig wird, ist in welchem Rahmen ich leben m\u00f6chte: selbstbestimmt oder aus einer Nicht-Entscheidung heraus, indem ich fraglos akzeptiere, was gerade so ist. Letzteres bedeutet, in eine Kultur und Religion hineingeboren zu sein, dort ein durchgeregeltes Leben zu leben ohne Wenn und Aber, ohne Fragen und \u2026 ohne Unsicherheit, denn genau diese Sicherheit ist ja der Kern jeder kulturellen Anbindung. Seltsam f\u00fcr mich ist, dass die meisten Menschen die letztgenannte M\u00f6glichkeit w\u00e4hlen. Wenn ich so in die Runde meiner Gespr\u00e4che schaue geht es \u00fcberwiegend um Status (wie denken andere \u00fcber mich, und ich \u00fcber andere), geht es um die Bew\u00e4ltigung des Alltags in einer Kultureinbettung, die nicht hinterfragt wird, geht es um Gerechtigkeit (andere haben etwas, was mir vorenthalten wird\u2026), geht es um Besitz (Haus, Familie, Boot, Besitz) und nicht zuletzt um Macht (wer bestimmt, was jetzt und morgen Alltag ist und wird). Wie aber sollen Antworten oder M\u00f6glichkeiten von Antworten zu Fragen gefunden werden k\u00f6nnen, wenn die Basis, der Hintergrund und das Fundament nicht ausgeleuchtet wurden. Und daher m\u00f6chte ich jetzt eine weitere grundlegende Frage einf\u00fcgen, die aufgrund der letzten Zeilen doch unabk\u00f6mmlich zu sein scheint: Sind die Rahmen und Rahmenentscheidungen, die ich einmal getroffen habe, \u00fcber ein ganzes Leben g\u00fcltig, und muss ich nicht, zumindest wenn ein neuer Abschnitt des Lebens bevorsteht (Entscheidung f\u00fcr Familie, f\u00fcr ein anderes Umfeld, f\u00fcr einen Ruhestand), diese nicht von Grund auf neu zu setzen? Und muss ich vor allen anderen Fragen nicht dabei wieder mit der allerersten Frage <sup class='footnote'><a href='#fn-573-2' id='fnref-573-2' onclick='return fdfootnote_show(573)'>2<\/a><\/sup> beginnen.<!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Geht es mir und anderen weiterhin gut mit meinen Entscheidungen?<br \/>\n<\/strong>F\u00fcr die neue Frage, die hier etwas knapper formuliert ist, ben\u00f6tige ich neue Kriterien der Beurteilung, neue Hilfestellungen und Karten, die aus dem Dickicht f\u00fchren helfen. Anders ausgedr\u00fcckt, m\u00fcssen zu den Kriterien, die ich bisher zugrunde gelegt habe, neue hinzukommen, um die alten Rahmen und Entscheidungen \u00fcberpr\u00fcfen zu k\u00f6nnen und erweiternd, um neue Inhalte \u00fcberhaupt auffinden zu k\u00f6nnen? Was k\u00f6nnten das f\u00fcr Kriterien sein?<br \/>\nDoch betrachten wir zun\u00e4chst einmal ein paar m\u00f6gliche Lebensabschnitte, die andere oder spezielle Rahmenentscheidungen ben\u00f6tigen. Als Kind sind wir, wenn es gut l\u00e4uft, von Eltern umsorgt, deren Augenmerk darauf gerichtet ist, uns das n\u00f6tige Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem ein Leben gestartet werden kann. Dann kommt die Zeit des Lernens, in der ich die F\u00e4higkeit entwickle, in der mich umgebenden Welt zurechtzukommen und zu bestehen. Dann gr\u00fcnde ich eine Familie und erziehe und bilde den Nachwuchs aus, was die Aufgabe der Sicherung der Art konsequent verfolgt. Parallel dazu schaffe ich f\u00fcr mein Leben die Sicherheiten, die ich brauche, um gestaltend weiterzugehen und alt werden zu k\u00f6nnen. Und dann kommt der letzte Abschnitt, der Ruhestand. Wenn es gut l\u00e4uft, sollte sp\u00e4testens dann alles getan sein und das Leben sollte frei werden d\u00fcrfen, denn die Aufgaben sind erf\u00fcllt, die Notwendigkeiten sind erledigt und die Sicherheiten sind gegeben. Muss der neue Lebensabschnitt, das sei zu bedenken, nicht aus diesem Grunde schon auf neue Fundamente, neue Rahmen gesetzt werden? Und welche Kriterien helfen bei der Neuausrichtung?<\/p>\n<p><strong>Wohin kann\/wird mein Weg mich f\u00fchren?<br \/>\n<\/strong>Der Ruhestand baut auf einer Einbettung in die kulturellen Sicherheiten auf, in der wir unser bisheriges Leben gestaltet haben. Da sind die Sozialkontakte, die mich einerseits unterhalten und die andererseits f\u00fcr die vielen kleinen Hilfestellungen notwendig sind, die f\u00fcr mich als \u00e4lterer Mensch notwendig werden. Dann ist die materielle Sicherheit zu erw\u00e4hnen, die mir ein unbeschwertes Leben ohne Not erm\u00f6glicht. Sind beide vorhanden, kann die Zeit mit sinnvollen, darunter durchaus auch nutzlosen T\u00e4tigkeiten und Ideen gef\u00fcllt werden. Dazu helfen die konventionellen Rahmenbeschreibungen nicht mehr weiter, es sei denn, man ignoriert den Beginn des neuen Lebensabschnitts und macht einfach weiter wie bisher. Haus und Garten pflegen, die Enkel versorgen und fernsehen ab dem fr\u00fchen Abend w\u00fcrde ich in diesem Rahmen erw\u00e4hnen wollen. Hat man sich aber mal mit grundlegenden Fragen besch\u00e4ftigt, wird das einfach nicht ausreichen, um dem weiteren Leben Sinn und F\u00fclle zu verleihen. Dann sind zumindest f\u00fcr mich die Fragen n\u00e4mlich neu zu stellen, neu zu untersuchen, auf was denn das Leben beruht. Denn erst jetzt, in fortgeschrittenem Alter, wird f\u00fcr diese Sisyphus-Aufgabe gen\u00fcgend Zeit zu Verf\u00fcgung stehen. Seit Menschengedenken sind es die Alten, die, von der Plage des Alltags entlastet, als Ratgeber der j\u00fcngeren Generationen fungierten. Ohne Aufgabe und offenen Auges durch die Welt schlendernd, sehend, wozu anderen die Zeit fehlt, fragend dort, wo andere durch Aufgabenerf\u00fcllung zu tief im Allt\u00e4glichen verstrickt sind, gelingt ihnen diese segensreiche Arbeit ohne M\u00fche, denn Zeit und Freiheit sind die grundlegenden Motive f\u00fcr das Gelingen von Weisheit, wie diese Gabe seit alters her genannt wird. Das Menschen weise sein und werden k\u00f6nnen scheint aus unserer Kultur fast vollkommen verschwunden zu sein. Das ist in meinen Augen ein gro\u00dfer Verlust, denn das Spezialistentum, das wir an seine Stelle gesetzt haben, mag zwar \u00fcber reichlich Wissen und Systematik zu verf\u00fcgen, aber Erfahrung haben diese gehetzten Menschen oft nicht, auch verf\u00fcgen sie nicht \u00fcber nutzlos verbrachte Zeit und schon gar nicht \u00fcber die Freiheit, auch ungesetzte Gedanken verfolgen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nSo die Fragestellung verfolgend, komme ich jetzt wieder zu den Kriterien zur\u00fcck, die zu dem Gedankengeb\u00e4ude gef\u00fchrt haben. Denn die Rahmenbedingungen, die m\u00f6glich sind und die zu weiteren Aktivit\u00e4ten und \u00d6ffnungen f\u00fchren k\u00f6nnen, hei\u00dfen Freiheit, Zeit haben und unbeschwert in den Tag hineingehen zu k\u00f6nnen sowie unbeschwert und ohne Ziel sein Denken vertiefen zu k\u00f6nnen. Das Ziel, kurz genannt, sei Weisheit. Das ist f\u00fcr mich die Aufgabe eines erf\u00fcllten Ruhestandes, die T\u00e4tigkeit im alt und frei sein. Um Weisheit zu entwickeln muss der Fokus auf das Leben, auf den neuen Tag, auf den Restbestand an Tagen sich \u00e4ndern d\u00fcrfen. Hierzu ist nicht \u201eimmer weiter so\u201c gefragt, sondern gefragt sind vielmehr anhalten, schauen, wirken lassen, offen bleiben und alles und jedes hinterfragen zu d\u00fcrfen.<br \/>\nIch f\u00fcr mich werde dieses Ziel verfolgen, wenn mein letzter Arbeitstag vergangen ist. Ich f\u00fcr mich habe vor, weise zu werden. Und wenn es denn gelingen sollte, sehe ich weiter und dann schreibe ich auch dar\u00fcber, wenn Finger und Augenlicht dies noch zulassen. Und ich bin genauso gespannt auf das Ergebnis wie der Leser dieser Zeilen.&nbsp; So stelle ich mir den Abschluss vor, den Lebensabend, und so werde ich ihn hoffentlich auch bestreiten!<\/p>\n<div class='footnotes' id='footnotes-573'>\n<div class='footnotedivider'><\/div>\n<ol>\n<li id='fn-573-1'> Gattung, Klasse, Gruppe <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-573-1'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<li id='fn-573-2'> Wer bin ich oder spekulativ: wer will ich sein? <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-573-2'>&#8617;<\/a><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-post pdfprnt-bottom-right\"><a href=\"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F573&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hpsperzel.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/hpsperzel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts%2F573&print=print\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-print\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hpsperzel.de\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/print.png\" alt=\"image_print\" title=\"Inhalt drucken\" \/><\/a><\/div><div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" data-services=\"facebook\" data-url=\"https:\/\/hpsperzel.de\/?p=573\" data-timestamp=\"1657543974\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fhpsperzel.de%2F%3Fp%3D573&text=Fragen%2C%20Freiheit%20und%20der%20bevorstehende%20Lebensabend\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fhpsperzel.de%2F%3Fp%3D573\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span data-service=\"facebook\" style=\"color:#3b5998\" class=\"shariff-count shariff-hidezero\"><\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mich haben seit meiner Jugend viele Fragen besch\u00e4ftigt, von denen einige zu den grundlegenden Fragen der Philosophie geh\u00f6ren. 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